1. Einleitung
Die steilen süd- und südostexponierten Reblagen des Kastellberges stellen mit den Trockenmauern und Steintreppen ein wertvolles Natur- und Kulturerbe dar. Die kulturhistorisch gewachsenen Rebkulturen sind im Laufe der vergangenen Jahrhunderte in harter, körperlicher Arbeit von den Winzern errichtet bzw. gestaltet worden. Sie gliedern die Steillagen in stufenförmige Strukturen, welche die Arbeit am Rebstock erleichtern bzw. die Begehbarkeit verbessern und Abschwemmungen bei Starkregen abmindern. Mit großem handwerklichen Können und mit viel Einfühlungsvermögen haben sich die Winzer so diese Extremlagen als Anbaugebiet für Spitzenweine erschlossen. Die von den sonnenbeschienenen Trockenmauern tagsüber gespeicherte Wärme wird nachts wieder abgegeben, dies wirkt sich besonders günstig auf die Reben bzw. die Qualität der Traube aus.
Es ist anzunehmen, dass ein Großteil der verwendeten Kalkbruchsteine aus der ehemaligen Burganlage der Kuppe stammen, und bereits Ende des 18. Jahrhunderts mit der Erschließung des Gebietes als Weinberg angelegt wurden, wie aus 2 historischen Karten ersichtlich wird (1792).
Die vielen Trockenmauern, mit den offenen Fugen und Ritzen, gehören allesamt zu den besonders geschützten Biotopen nach § 24a des NatSchG. Sie sind ein sehr wertvoller Lebensraum für eine spezielle Tier- und Pflanzenwelt. Je nach Exposition finden sich Flechten und Moose, Mauerpfeffer, das verwilderte Zimbelkraut sowie viele Käfer, Spinnen und Wanzen etc. Bemerkenswert sind auch die häufig vorkommenden Falterarten trockener Standorte, sowie das Vorkommen von Reptilien, z.B. Zauneidechse, Blindschleiche, Schling- und Ringelnatter.
Mit dem abwechslungsreichen Strukturmosaik vom talseitigen Sulzbach, über die Rebanlagen mit Trockenmauern, Steintreppen, Graswegen und verbuschten Flächen bis hoch zum Trockenwald der Kuppe strahlt dieser markante Aussichtsberg eine besondere Schönheit und Urtümlichkeit aus.
Im Laufe der Zeit wurden durch Witterungseinflüsse immer mehr Trockenmauern und Treppen instabil und schadhaft. Teilweise sind die Schadstellen von den Winzern selbst repariert worden, dies aus Kostengründen auch mit Beton. Die Treppen sind teilweise durch Hangdruck derart verschoben, dass diese nur mit Abrutschgefahr begehbar sind.
Auf zwei größeren Flächen wurde diese historische Bewirtschaftung bereits aufgegeben. Diese sind inzwischen schon stark verbuscht und die alten Stützmauern nicht mehr sichtbar. Das ehemalige Rebgrundstück Flurstück Nr. 1956 ist Eigentum des Naturschutzbundes (NABU) und stellt für viele seltene Tiere, hier insbesondere Vögel und Insekten (z.B. Wendehals, Neuntöter, Gottesanbeterin etc.) einen wertvollen Lebensraum dar. Die übrigen Grundstücke sind im Privatbesitz.
Im Herbst 1989 machte sich der NABU als Eigentümer des 3.119 m² großen Flurstücks daran, Sanierungen in Trockenbauweise durchzuführen. Am Hangfuß dieses Grundstücks wurde auch mit dem Bau einer neuen Mauer begonnen.
Im Jahre 1992 und 1993 wurden Sanierungen durch das „Freiburger Ökomobil“ (Internationaler Bund für Sozialarbeit) ausgeführt. 16 Arbeitstage waren jugendliche Arbeitslose bzw. angehende Studenten im Alter von 16-24 Jahren unter Anleitung und Mithilfe von Winzern und Gemeindearbeitern im Einsatz. Diese Aktion hat wegen fehlendem handwerklichen Geschick und Mangels geeignetem Werkzeug und Gerät, nicht den erhofften Erfolg gebracht.
Die Gemeinde Ballrechten-Dottingen sowie der beratende Arbeitskreis „Natur- und Umwelt“ Ballrechten-Dottingen haben nunmehr die Initiative für eine professionelle, systematische Sanierungsplanung der Trockenmauern eröffnet.
Nur der Erhalt, die Restauration und die Pflege der kulturhistorischen Trockenmauern und Steintreppen sichert langfristig ein kulturhistorisch wertvolles Objekt der Weinbergserschließung in Baden, den traditionellen Weinbau dieser Steillagen und die wertvollen Lebensräume für eine seltene Tier- und Pflanzenwelt.
Dies liegt im Interesse der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderates des Winzerdorfes Ballrechten-Dottingen, sowie der betroffenen Winzer (Informationsveranstaltung am 25.01.2005) und praktisch aller Einwohner.
Das vom „Arbeitskreis Natur und Umwelt“ initiierte Projekt wird auch vom Landwirtschaftsamt, vom amtlichen Naturschutz und vom Amt für Flurneuordnung und Landentwicklung und durch ein Forschungsprojekt des Instituts für Landespflege der Universität Freiburg unterstützt.
Die Universität Freiburg, Prof. Dr. Werner Konold und Dr. Franz Höchtl, wollen sich für das Projekt Castellberg wissenschaftlich einsetzen:

Herr Dr. Höchtl im Gespräch mit Bürgermeister Bernd Gassenschmidt und Werner Bußmann
Staatssekretär Gundolf Fleischer will sich nachhaltig politisch als Kuratoriumsmitglied für die Aufnahme des Projekts in die Förderung aus der LandesUmweltStiftung einsetzen:

Die von der Abteilung Wirtschaft, Raumordnung, Bau-, Denkmal- und Gesundheitswesen im Regierungspräsidium Freiburg beauftragte bauhistorische Analyse (Bauphasenanalyse) der Weinbergtrockenmauern am Kastellberg bildet eine bedeutende Grundlage dieses Sanierungskonzeptes.
2. Aufgabenstellung
Im Frühsommer 2005 wurde das Büro für Garten- und Landschaftsplanung Dipl. Ing. Peter Jenne, Bad Krozingen, mit der Erstellung einer bauhistorischen Analyse (Bauphasenanalyse) der Weinbergtrockenmauern am Kastellberg beauftragt.
Folgende Aufgabenstellung wurde festgelegt:
• Durchführung einer örtlichen Bestandsaufnahme und Erstellung eines Bestandsplanes zur Dokumentation der historischen Bauphasen der Weinbergsmauern am Kastellberg
Gleichzeitig ist ein Forschungsprojekt am Kastellberg zur „Bedeutung, Wahrnehmung und Sicherung von traditionellen Weinbaulandschaften“ durch die Albert-Ludwig-Universität Freiburg, Institut für Landespflege, geplant.

2.1. Vorgehensweise und Durchführung
Eine Voruntersuchung der Trockenmauern am Kastellberg Ballrechten-Dottingen fand bereits Ostern 2005 statt, wobei sich herausstellte, dass ein großer Teil der Mauern durch Gehölz- oder Efeubewuchs nicht mehr oder nur in geringem Ausmaß einsehbar und untersuchungsfähig waren.
Deshalb wurde mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde durch örtliche Jugendgruppen (Pfadfinder, Feuerwehr, NABU) Teile des Bewuchses in entsprechenden ca. 1m breiten kleinen Abschnitten (ca. alle 20 bis 30 m) entfernt und die darunter liegenden Mauern freigelegt. Die örtlichen Aufnahmen und Kartierungen sollten mittels Inaugenscheinnahme aller Mauern, Erfassung in Karte und Erfassungsbogen und Fotodokumentation erfolgen. Die Höhe der Mauern wurde wo möglich mittels Zollstockaufmaß ermittelt und ggf. an unzugänglichen Stellen abgeschätzt. Die Länge der Mauern wurde durch Abschreiten ermittelt und anhand der Flurstücks- und Geländemerkmale längen- und lagemäßig angepasst. Hierdurch sind gewisse Abweichungen der Lageplandarstellungen und der Tabellenangaben von den tatsächlichen Gegebenheiten möglich. Die örtlichen Aufnahmen fanden ca. zwischen dem 24. Mai und dem 20. Juli 2005 in mehreren abschnittsweisen Kartierungen statt.
Voraussetzung für die Geländekartierung (Bestandsplan) war die Überlassung von digitalen B-Grund-Dateien der Flurstücke und entzerrter Orthophotos etc. durch die Gemeinde Ballrechten–Dottingen.
Zur bauhistorischen Einstufung wurden vom Denkmalamt auch 2 historische Dokumente bzw. Karten des Kastellberggebietes herangezogen.
Die bauhistorische Erfassung (Bauphasenanalyse) erfolgte in 3 Bauphasenklassen:
1. Ursprüngliche Mauern des 18.Jahrhunderts
2. Mauerbau oder Mauererneuerung ca. 1930- 1940
3. Mauerbau oder Mauererneuerung nach 1950- Neuzeit
Neuzeitliche Reparaturstellen kleineren Umfanges wurden den entsprechenden historischen Bauphasen zugeordnet.
Als Merkmale umfassen die Erfassungsbögen folgende Angaben:
- Bezeichnung und Nummer
- Lage
- Dimension der Mauern in Länge, max. Höhe und Durchschnittshöhe
- Foto-Dokumentation
- Flurstück-Nr.
- Mauertyp
- Steinart
- Verbau
- Funktion
- Umgebende Nutzung
- Alter bzw. historische Einstufung
Die Ergebnisse dieser Erfassung sind in den Bögen Trockenmauern Nr. 1 – 35 und Treppenstaffeln Nr. 1 – 3 erfasst und im Anhang dokumentiert.
Nach der Ersterfassung der Mauern durch den Verfasser erfolgte mit dem Sachbearbeiter der Flurbereinigung vom Schlossberg Staufen sowie dem Vorsitzenden des AK Natur- und Umwelt, Ballrechten-Dottingen, eine Abgleichung der Ergebnisse im Rahmen einer zusätzlichen Ortsbegehung, um die Erfahrungen des Modellprojektes Staufen (Schlossberg) unmittelbar in die Untersuchung miteinzubeziehen und die Untersuchungsergebnisse und Einschätzungen auf Plausibilität zu überprüfen und abzustimmen.
Eine weitere örtliche Abstimmung fand am 14.7.2005 mit dem beim Schloßberg Staufen beauftragten Büro für Ingenieurwesen, Dipl. Ing. Johann Grau, Bietigheim, statt, welcher aufgrund seiner langjährigen Erfahrung mit Sanierungsarbeiten historischer Mauern wertvolle Hinweise geben konnte (Siehe Schreiben Dipl. Ing. J. Grau vom 25.07.05 Anlage).
In wesentlichen Punkten der bautechnischen und bauhistorischen Beurteilung konnten hierdurch die bisherigen Einstufungen und Analysen des Verfassers für das vorliegende Projekt bestätigt werden.
Vergleichsprojekte
2.3. Besitzverhältnisse
Ein großer Teil der wegebegleitenden Mauern stützen vorhandene Rebterrassen berg- und talseitig ab, sodass diese Mauern den Rebgrundstücken und dem Funktionserhalt der privaten Weinbergsbewirtschaftung zuzuordnen sind.
Die Treppenanlagen sowie die innerhalb der Rebparzellen gelegenen Mauern sind ebenfalls den privaten Rebgrundstücken zuzuordnen.
In den Tabellen werden die den Mauern zuzuordnenden Flurstücke aufgeführt, sofern dies aus dem Lageplan und den örtlichen Gegebenheiten ersichtlich ist. Als Modell für die Sanierung der Trockenmauern am Kastellberg wird die Mauersanierung am Schlossberg in Staufen im Zuge des Flurneuordnungsverfahrens herangezogen, da naturräumliche und technisch vergleichbare Situationen gegeben sind.
Der als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesene Schlossberg wies bereits vor Beginn des Flurneuordnungsverfahrens und der damit verbundenen Mauersanierung eine außerordentlich hohe Strukturvielfalt auf. Neben dem einzigartigen, teilweise unter gesetzlichem Schutz stehenden Natursteinmauersystem waren bedingt durch die teilweise Nutzungsaufgabe ausgedehnte Heckenbereiche und halbtrockenrasenartige Areale vorhanden, die für die Tier- und Pflanzenwelt von hohem Wert waren. Es musste an einem Kompromiss gearbeitet werden, der dem historischen und zeitgemäßen Weinbau ebenso wie dem Schutzgebietsgedanken, der landschaftlich „herausragenden“ Bedeutung des Schlossberges sowie dem Biotop und Denkmalschutz, gerecht werden sollte. Es war dabei eine Lösung anzustreben, die auch die nächsten Jahrzehnte überstehen sollte.
Mit einem in Zeiten geringer öffentlicher Mittel außerordentlich hohen finanziellen Aufwand und sehr zeitintensiven Einsatz wurde die Mauersanierung von der unteren Naturschutzbehörde begleitet. Es sollte ein vorzeigbares Modell werden, das Weinbaunutzung und Naturschutzgedanken in eine versöhnliche Beziehung bringen sollte. Um die biologische Substanz des Sanierungsbereiches zu erhalten und die Entwicklungsmöglichkeiten des Gebietes auch aus ökologischer Sicht aufzuzeigen, veranlasste die untere Naturschutzbehörde die Erstellung eines Nutzungs- und Pflegekonzeptes. In Abstimmung mit allen Beteiligten, auch den Grundstückseigentümern diente es als Grundlage einer Bilanzierung des Gebietes und wurde im gemeinsamen Konsens beschlossen. Es wird auch in Zukunft für die Pflegenotwendigkeit am Schlossberg herangezogen werden können.
Die Sanierungsmaßnahme aller zur Sanierung anstehenden Mauern wurden von der Naturschutzverwaltung begleitet. Ein von der unteren Naturschutzbehörde beauftragtes Fachplanungsbüro (mit Erfahrung bei der Mauersanierung) brachte vor Ort und detailliert sein Fachwissen ein und stelle das „ökologische Gewissen“ bei der notwendigen Sanierung dar, indem es die fachlich – ökologischen Zielsetzungen bei der Instandsetzung der einzelnen Mauern einbrachte.
Das Ergebnis kann sich tatsächlich sehen lassen: Die Sanierungsarbeiten können aus ökologischer Sicht als gelungen bezeichnet werden, die erhaltene Wertigkeit des Gebietes und die Sanierung des Natursteinmauersystems mit seinem landschaftsprägenden Charakter werden weiterhin das Wahrzeichen Staufens sein. Der Aufwand hat sich also aus Denkmalschutz- und Naturschutzsicht gelohnt.
3. Auswertung der Bestandsaufnahme (Bauphasenanalyse)
3.1
Insgesamt ergab sich durch die Untersuchungen, dass ein Großteil der Mauern am Kastellberg zur ursprünglichen Rebanlage der Barockzeit gehört, insbesonders der untere und obere Mauerring entlang der Wege, sowie die Stützmauern des mittleren Rebblockes und die zugehörigen Treppenanlagen.
Diese sind durch massive, großformatige Mauerfußsteine und gut geschichtetem Bruchsteinmauerverband aus Kalkkonglomeraten und Kalksandsteinen gekennzeichnet und ergeben insgesamt ein einheitliches Erscheinungsbild.
Der Verband dieser Mauern ist überwiegend sehr kompakt mit geringem Fugenanteil in hervorragender handwerklicher Baukunst erstellt worden, wodurch sich auch die relative Langlebigkeit und Vollständigkeit der Mauern erklären lässt.
In den Fugen sind teilweise die Reste einer grobkörnigen, kieseligen Vermörtelung zu erkennen , welche jedoch größtenteils stark verwittert ist .
Die weitläufigen, in Falllinie des Berges verlaufenden Treppenanlagen sind alle aus behauenen Sandsteinstufen hergestellt und trocken versetzt worden.
Die Mauerportale an den Zugängen der Treppen wurden mit behauenen Kalksteinen erstellt.

Der mittlere Mauerring des diagonal von Ost nach West verlaufenden Verbindungsweges sowie an der Wendefläche im östlichen Teil des oberen Hauptweges und die Mauern entlang des nordwestlichen Hauptweges stammen aus dem 1. Drittel des 20. Jahrhunderts, wie eine in einer Mauer eingelassener Stein dokumentiert.
Diese Mauerabschnitte sind jedoch mit anzunehmender Wahrscheinlichkeit ebenfalls historischen Ursprunges, wie aus den Erschließungsstrukturen der historischen Karten (Anlage) deutlich wird.
Vermutlich wurden diese jedoch in der Phase der beginnenden Mechanisierung des Weinberges in den 30iger Jahren des 20. Jahrhunderts saniert oder bei Wegeverbreiterungs-Maßnahmen versetzt, sodaß diese Sanierungsphase als eigene historische Bauphase gewertet wird.
Die Ausbildung dieser Mauern ist weniger präzise als beim älteren Mauertyp, jedoch einheitlich im Erscheinungsbild mit höherem und gröberem Fugenanteil, einer durchgehenden Betonkrone und daher ebenfalls erhaltungs- und schützenswert.
Auch die in diesen Mauern eingelassenen kurzen Treppenstiegen sind allesamt aus Beton hergestellt worden.
Daneben finden sich vereinzelt auch Mauern neueren Datums aus Beton oder Vorbetonierung alter Mauern sowie Reparaturstellen an alten Mauerteilen.
Auch Trockenmauern neueren Datums (NABU-Biotope) und eine moderne Gabione sind im Gebiet zufinden.
Die Untersuchungen zeigen darüberhinaus, dass die Mauern am Kastellberg in Ballrechten betreffend der Vollständigkeit des Gesamtensembles in vergleichsweise besserem baulichen Zustand vorzufinden sind, als etwa am Schlossberg Staufen, insbesondere die „historischen Mauern“. Diese Einschätzung könnte sich etwas relativieren, da ein überwiegender Teil der Mauern derart stark von Bewuchs (Efeu oder Schlehengebüsche) zugedeckt sind, dass die freigelegten Bereiche keine absolute Gewähr für eine repräsentative Einschätzung des Gesamtmauerwerkes sein müssen.
Hier wird in vielen Fällen die Freilegung des Mauerwerkes zur weiteren Nachbeurteilung sowie zur ökologischen Aufwertung empfohlen.
Aufgrund der parallel erstellten bautechnischen Untersuchungsergebnisse ist akuter Handlungsbedarf für die Wiederherstellung verstürzter Mauern und an einigen wegbegleitenden Mauern zu prognostizieren. In sehr vielen Fällen sind die Maßnahmen zur Erhaltung und Stabilisierung bestehender Mauern in unterschiedlichen Dringlichkeiten absehbar, wobei grundsätzlich der Sanierung des Bestandes aus wirtschaftlichen, ökologischen und kulturhistorischen Gründen der Vorrang vor Mauerergänzungen einzuräumen ist (Sanierung vor Neubau).
Eine Ausnahme bilden die Treppenstufen, welche für die Bewirtschaftung der zwischen den Wegen liegenden Rebparzellen notwenig sind, und im derzeitigen Zustand kaum für eine dauerhafte Bewirtschaftung der Flächen geeignet sein könnten.
3.2. Zusammenstellung der bauhistorischen Bestands-aufnahme
1. Ursprüngliche Mauern und Treppen des 18.Jahrhunderts ca. 2.672,60 qm
2. Mauerbau oder Mauererneuerung ca. 1930- 1940 ca. 1.105,50 qm
3. Mauerbau oder Mauererneuerung nach 1950- Neuzeit ca. 167,30 qm
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