Dorfgeschichte
Dorfgeschichte & Ortschronik
Geschichte von Ballrechten-Dottingen
Die Geschichte von Ballrechten-Dottingen reicht weit in die Vergangenheit zurück. Archäologische Funde belegen eine Besiedlung der Region bereits in vorgeschichtlicher Zeit. Die erste urkundliche Erwähnung Ballrechtens stammt aus dem Jahr 804, Dottingen wurde erstmals 1265 genannt.
Nach dem Kauf der beiden Orte im Jahr 1457/1458 durch Karl I, Markgraf von Baden, gehörten diese über viele Jahrhunderte zur Herrschaft der Herren von Staufen. Nach deren Aussterben im Jahr 1602 fielen Ballrechten und Dottingen an Baden und wurden fortan von Sulzburg aus verwaltet. Mit der Gründung des Großherzogtums Baden im Jahr 1806 wurden Ballrechten und Dottingen Teil der badischen Verwaltungsstruktur. Sie gehörten daraufhin zum Amt Heitersheim und waren dem Bezirksamt Staufen zugeordnet. Im Jahr 1937 kamen die beiden Gemeinden zum Amtsbezirk Müllheim, aus dem 1941 der Landkreis Müllheim hervorging.
Die Entwicklung der Orte war lange Zeit von Landwirtschaft und Weinbau geprägt. Besonders der Weinbau gewann im Laufe der Jahrhunderte zunehmend an Bedeutung und prägt bis heute das Landschaftsbild und die Identität der Gemeinde. Einen wichtigen Meilenstein stellte die Gründung der Winzergenossenschaft Ballrechten-Dottingen im Jahr 1950 dar, die die wirtschaftliche Entwicklung beider Orte nachhaltig förderte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchsen die Gemeinden deutlich. Neben der Landwirtschaft entwickelten sich Gewerbe, Tourismus und das gesellschaftliche Leben stetig weiter. Die Gebietsreform von 1970 brachte die Zuordnung zum Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und die erfolgreiche Zusammenarbeit führte schließlich zur freiwilligen Zusammenlegung von Ballrechten und Dottingen im Jahre 1971.
Heute präsentiert sich Ballrechten-Dottingen als moderne Weinbaugemeinde im Markgräflerland, die ihre lange Geschichte mit hoher Lebensqualität, lebendigem Vereinsleben und einer attraktiven Infrastruktur verbindet.
Wappen:
Das heutige Gemeindewappen von Ballrechten-Dottingen wurde 1973 nach der Wiedervereinigung der beiden Gemeinden eingeführt. Es verbindet die wichtigsten Symbole der Ortsgeschichte: Die blaue Weintraube steht für die mehr als 1.100-jährige Weinbautradition, während der goldene Kelch an die Herren von Staufen erinnert, die bis 1602 die Ortsherrschaft ausübten.
BUCHTIPP: "Aus der Geschichte von Ballrechten-Dottingen"
Das Buch zur Ortsgeschichte ist im Rathaus bei Heike Schopferer
Telefonnummer: 07634 5617-12
gemeinde(@)ballrechten-dottingen.de
zu erwerben.


Zu den Wappen der Gemeinden
Die 1971 wieder vereinigten Gemeinden Ballrechten und Dottingen haben seit 1973 ein gemeinsames neues Wappen. Das Wappen zeigt im geteilten Schild oben in Silber eine blaue Weintraube an schwarzem Stil, unten, in rot, einen goldenen Kelch.
Das alte Ballrechter Wappen zeigte in silber auf grünem Dreiberg an schwarzem Pfahl einen grünen Weinstock mit zwei blauen Trauben.
Der Hinweis auf die Weinrebe beinhaltet die über 1100-jährige Weinbautradition der Gemeinde.
Im ehemaligen Dottinger Wappen waren in geteiltem Schild oben in blau ein silberner Flügel, unten in rot ein goldener gedeckter Kelch zu sehen. Der Kelch ist dem Wappen der Herrn von Staufen entnommen, die als Lehensträger bis 1602 die Ortsherrschaft ausübten.


